Fragen zur Selbstreflexion: 35 Fragen, um dich selbst besser zu verstehen

von Marion Salomaa, ICF-zertifizierter Coachin · Stand: Oktober 2026

Die kurze Antwort: Selbstreflexion heißt, mit Abstand auf das eigene Denken, Fühlen und Handeln zu schauen. Am besten gelingt das mit offenen Fragen, die mit „was“ oder „wie“ beginnen, statt mit „warum“. „Warum bin ich so?“ führt oft ins Grübeln. „Was hat mir heute Energie gegeben?“ führt zu einer Antwort, mit der du etwas anfangen kannst.

Reflektieren statt grübeln

Der Unterschied ist wichtig. Grübeln dreht sich im Kreis und sucht Schuld. Reflektieren schaut hin, benennt und fragt, was du daraus machen willst. Hilfreich ist, die Gedanken nach außen zu holen: aufschreiben oder laut aussprechen. Was im Kopf diffus bleibt, wird in Worten klarer. Und: Eine Frage pro Tag reicht. Reflexion ist eine Gewohnheit, kein Marathon.

Für den Alltag

  • Was hat mir heute Energie gegeben, und was hat sie mir genommen?
  • Wann war ich heute ganz bei der Sache?
  • Was habe ich heute gesagt, obwohl ich etwas anderes gemeint habe?
  • Wofür bin ich heute dankbar?
  • Was hätte ich heute anders gemacht, wenn niemand zugeschaut hätte?
  • Welcher Gedanke kam heute immer wieder, und was will er mir sagen?
  • Was habe ich heute für mich getan?
  • Worauf freue ich mich morgen?

Für den Beruf

  • Welche Aufgabe hat mich diese Woche am meisten erfüllt?
  • Wo habe ich Nein gesagt, und wo hätte ich es sagen sollen?
  • Welches Gespräch ist mir nachgegangen, und warum?
  • Was habe ich diese Woche gelernt?
  • Wofür möchte ich in meinem Team bekannt sein?
  • Welche meiner Stärken nutze ich zu wenig?
  • Was würde ich tun, wenn ich keine Angst vor dem Scheitern hätte?
  • Was ist mir in meiner Arbeit wirklich wichtig, jenseits von Geld und Titel?
  • Welche Entscheidung schiebe ich vor mir her?

Für Beziehungen

  • Mit wem fühle ich mich ganz wie ich selbst?
  • Wem sollte ich mal wieder sagen, was er oder sie mir bedeutet?
  • In welcher Beziehung gebe ich mehr, als ich bekomme?
  • Was brauche ich von anderen, und sage ich es?
  • Wann habe ich zuletzt wirklich zugehört?
  • Welcher Mensch hat mich zuletzt überrascht?

Für Wendepunkte im Leben

  • Was möchte ich in fünf Jahren über diese Zeit sagen können?
  • Was lasse ich gerade hinter mir, und was nehme ich mit?
  • Wovor habe ich Angst, und was davon ist wirklich wahrscheinlich?
  • Wer war ich, bevor diese Veränderung kam?
  • Wer möchte ich nach dieser Veränderung sein?
  • Welche Werte haben mich bis hierher getragen?
  • Was würde ich einem guten Freund in meiner Lage raten?
  • Was ist der kleinste nächste Schritt?
  • Was darf jetzt leichter werden?
  • Worauf bin ich in dieser Zeit stolz?
  • Wofür will ich mir in einem Jahr danken?
  • Welcher Satz soll über diesem Kapitel stehen?

Damit die Antworten nicht verfliegen

Reflexion wirkt stärker, wenn du später nachlesen kannst, was du gedacht hast. Mit Sorelia beantwortest du solche Fragen per Sprache oder Text. Sorelia fragt nach, wo es interessant wird, und hält deine Antworten als Buchseiten fest. So kannst du in einem Jahr sehen, wie weit du gekommen bist. Ehrlich dazugesagt: Sorelia ist eine Begleitung beim Erzählen, keine Therapie. Wenn dich Gedanken stark belasten, sprich bitte mit einem Menschen, dem du vertraust, oder mit einer Fachperson.

Häufige Fragen

Wie oft sollte man sich selbst reflektieren?

Regelmäßig in kleinen Schritten wirkt besser als selten und lang. Eine Frage am Abend oder einmal pro Woche ist ein guter Anfang.

Was ist der Unterschied zwischen Selbstreflexion und Grübeln?

Grübeln kreist um Probleme und Schuld. Reflexion schaut mit Abstand hin und fragt, was du daraus lernst und machen willst.

Schriftlich oder im Kopf?

Nach außen gebracht, also geschrieben oder laut gesprochen, werden Gedanken meist klarer als im Kopf. Probier aus, was dir leichter fällt.

Gute Fragen, deine Antworten.

Sorelia stellt die Frage und fragt nach. Deine Antworten werden zu deinem Buch.

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ÜBER DIE AUTORIN

Marion Salomaa

Marion Salomaa ist Coachin mit ICF-Zertifizierung und die Gründerin von Sorelia. Aus ihrer Coaching-Praxis stammen die Fragen, mit denen Sorelia Menschen beim Erzählen ihrer Lebensgeschichte begleitet: gesprochen statt getippt, und am Ende als gedrucktes Buch in den eigenen Worten.

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