Familiengeschichte aufschreiben: so fängst du an, ohne dich zu verzetteln
von Marion Salomaa, ICF-zertifizierter Coachin · Stand: Oktober 2026
Die kurze Antwort: Fang nicht beim ältesten Vorfahren an, sondern bei den Menschen, die noch erzählen können. Sprich zuerst mit Eltern, Großeltern, Tanten und Onkeln und halte ihre Geschichten fest. Daten und Dokumente kannst du später ergänzen. Erzählungen verschwinden, wenn die Menschen gehen, Urkunden nicht.
Schritt 1: Klein anfangen
Wähle eine Person oder eine Generation, nicht die ganze Familie. Zum Beispiel: die Geschichte deiner Großeltern. Ein abgeschlossenes Kapitel motiviert mehr als ein endloses Projekt.
Schritt 2: Gespräche führen
Die wertvollste Quelle sind lebende Erzähler. Stell offene Fragen, nimm die Gespräche mit Erlaubnis auf und frag nach Namen, Orten und Jahreszahlen. Alte Fotos helfen, Erinnerungen zu wecken.
Schritt 3: Material sammeln
- Fotos, am besten mit Namen und Jahr auf der Rückseite.
- Briefe, Postkarten, Tagebücher.
- Urkunden: Geburt, Heirat, Taufe, Zeugnisse.
- Rezepte, Gegenstände, Erbstücke mit ihrer Geschichte.
Schritt 4: Geschichten statt Daten
Ein Stammbaum zeigt, wer mit wem verwandt ist. Eine Familiengeschichte erzählt, wie diese Menschen gelebt haben. Ordne dein Material um Geschichten: die Flucht, der Umzug in die Stadt, das erste Familienauto. Jede Geschichte darf kurz sein.
Schritt 5: Eine Form finden, die bleibt
Ordner und Festplatten werden selten geöffnet. Ein gedrucktes Buch wird in die Hand genommen und weitergegeben. Mit Sorelia erzählen deine Eltern oder Großeltern ihre Geschichten per Sprache, Sorelia fragt behutsam nach und macht daraus ein Buch in ihren Worten, mit Fotos aus dem Familienalbum und auf Wunsch mit ihrer Stimme per QR-Code.
Häufige Fragen
Wo finde ich alte Dokumente über meine Familie?
Zuerst in der Familie selbst: Dachböden, Fotoalben, Erbschaften. Danach helfen Standesämter, Kirchenbücher und Stadtarchive.
Wie viel Zeit sollte ich einplanen?
Für eine Generation reichen oft ein paar Wochen mit regelmäßigen, kurzen Gesprächen. Wichtiger als Tempo ist, dass du anfängst.
Was, wenn Familienmitglieder sich widersprechen?
Halte beide Versionen fest. Unterschiedliche Erinnerungen sind Teil jeder Familiengeschichte.
Eure Geschichte, bevor sie verblasst.
Sorelia begleitet beim Erzählen und macht aus Familiengeschichten ein Buch.
Auf die WartelisteMarion Salomaa
Marion Salomaa ist Coachin mit ICF-Zertifizierung und die Gründerin von Sorelia. Aus ihrer Coaching-Praxis stammen die Fragen, mit denen Sorelia Menschen beim Erzählen ihrer Lebensgeschichte begleitet: gesprochen statt getippt, und am Ende als gedrucktes Buch in den eigenen Worten.